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Die Seen-Route (Schweizer Nationalroute 9) führt von Montreux am Genfer See nach Rorschach am Bodensee und durchquert dabei die Schweizer Voralpen von West nach Ost. SchweizMobil, Betreiberin des nationalen Routennetzes, teilt sie in 10 offizielle Etappen ein, mit Etappenorten in Bulle, Gstaad, Spiez, Meiringen, Sarnen, Zug, Einsiedeln, Ziegelbrücke und Buchs.
Die Route verbindet eine ganze Kette von Seen: Thunersee, Brienzersee, Lungerersee, Sarnersee, Vierwaldstättersee, Zugersee, Ägerisee, Sihlsee, Zürichsee und Walensee. Dazu kommen die Täler und Pässe dazwischen. Das Ergebnis ist ein ständiges Auf und Ab durch das Greyerzerland, das Simmental, das Berner Oberland, die Zentralschweiz und das Rheintal. Die Tour ist anspruchsvoll, und mit ihren Seeufern und den Pässen Brünig und Etzel gehört sie zu den abwechslungsreichsten Schweiz-Durchquerungen mit dem Rad.
Die Seen-Route gehört zum Netz von Veloland Schweiz. Wie alle nationalen Radrouten ist sie mit roten Wegweisern mit der Routennummer 9 beschildert, und SchweizMobil signalisiert sie in beiden Richtungen. Du kannst sie also auch vom Bodensee zum Genfer See mit derselben Beschilderung fahren.
SchweizMobil veröffentlicht für jede Etappe Umleitungen und Sperrungen. Prüfe sie vor der Abfahrt. Stand September 2026 waren für die Etappe Sarnen–Zug Umleitungen oder Sperrungen gemeldet. Der GPX-Track der Seen-Route ist direkt in VeloPlanner verfügbar, sodass du ihn vor der Tour auf dein Gerät laden kannst.
Die offizielle Etappenfolge verläuft von West nach Ost, von Montreux nach Rorschach, und alle Etappenbeschreibungen folgen dieser Richtung. Da die Route in beide Richtungen beschildert ist, kannst du sie auch von Ost nach West fahren. SchweizMobil weist darauf hin, dass Abschnitte je nach Jahreszeit und Wetter gesperrt oder unterbrochen sein können. Erkundige dich deshalb vor dem Start bei den lokalen Tourismusbüros nach den aktuellen Bedingungen.
Einige Highlights unterwegs sind an bestimmte Monate gebunden:
SchweizMobil definiert 10 offizielle Etappen für die Seen-Route. Jede endet in einem Ort mit Bahnanschluss. So kannst du problemlos nur einen Teil der Route fahren oder deine Übernachtungsorte verschieben.
Montreux – Bulle
Die Route folgt dem Genfer See bis Vevey, biegt dann entlang der Veveyse ins Landesinnere ab und steigt an Corsier vorbei, wo das Museum Chaplin's World steht. Über hügeliges Bauernland geht es nach Châtel-Saint-Denis, danach führt dich die Sionge nach Bulle. Die gesamte Etappe ist asphaltiert.
Bulle – Gstaad
Diese Etappe durchquert das Greyerzerland. Sie führt am Hügelstädtchen Gruyères (Greyerz) und an der Schaukäserei La Maison du Gruyère in Pringy vorbei und folgt dann der Saane an Grandvillard vorbei. Hinter dem Stausee zwischen Lessoc und Montbovon streift die Route Château-d'Oex und führt weiter über Rougemont und Saanen nach Gstaad.
Gstaad – Spiez
Direkt nach Gstaad folgt ein Anstieg, und auch danach geht es auf weiten Teilen der Etappe auf und ab. Die Route kreuzt mehrfach die Gleise der Montreux-Berner Oberland-Bahn. In Zweisimmen fließen Kleine und Grosse Simme zusammen, und die Route folgt der Simme durch das Simmental, vorbei an bemalten Bauernhäusern, bis nach Wimmis. Eine Fuß- und Radbrücke über die Kander führt nach Spiez am Thunersee.
Spiez – Meiringen
Die Route folgt dem Thunersee über Leissigen nach Interlaken und Bönigen, wo der Brienzersee beginnt. Der Weg am Brienzersee verläuft auf der schattigen Seeseite mit sehr wenig Autoverkehr durch den Wald und an den Giessbachfällen vorbei. Nach Brienz ist der letzte Abschnitt bis Meiringen flach.
Meiringen – Sarnen
Von Meiringen steigt die Route nach Hasliberg und über den Brünigpass, mit Blick aufs Wetterhorn. Eine zügige Abfahrt führt zum Lungerersee. Von dort geht es über Giswil nach Sarnen am Sarnersee.
Sarnen – Zug
Diese Etappe, von SchweizMobil als schwer eingestuft, folgt der Sarner Aa am geschützten Wichelsee vorbei nach Alpnachstad und zum Alpnachersee. Sie führt an der Glasi Hergiswil vorbei und am Ufer des Vierwaldstättersees entlang nach Luzern. Ab Luzern folgt die Route der Reuss und führt über Cham nach Zug.
Zug – Einsiedeln
Die Route steigt durch das bewaldete Lorzentobel, vorbei an den Tropfsteinhöhlen Höllgrotten, zum Ägerisee und zum Morgarten-Denkmal. Anschließend quert sie die Moorlandschaft von Rothenthurm und folgt Biber und Alp hinunter zum Wallfahrtsort Einsiedeln.
Einsiedeln – Ziegelbrücke
Die Route überquert den Sihlsee auf dem Viadukt von Willerzell und steigt dann mit Steigungen von bis zu 20 % zum Etzelpass an. Nach der Abfahrt über Feusisberg nach Pfäffikon quert die Route den Zürichsee nach Rapperswil. Sie führt weiter am Kloster Wurmsbach vorbei nach Schmerikon und durch die Linthebene entlang des Linthkanals nach Ziegelbrücke.
Ziegelbrücke – Buchs
Der Escherkanal führt zum Walensee, wo die Route am Südufer durch Radtunnel verläuft. Quinten am gegenüberliegenden Ufer ist nur zu Fuß oder mit dem Schiff erreichbar. Danach folgt die Route dem Seeztal unterhalb des Gonzen nach Sargans und steigt auf den Rheindamm, von dem aus vor Buchs Brücken nach Liechtenstein hinüberführen.
Buchs – Rorschach
Auch die letzte Etappe gilt als schwer. Sie führt an Werdenberg vorbei und durch das Landwirtschaftsgebiet von Grabserriet und Saxerriet nach Frümsen, Rüthi und Altstätten. Zwischen Au und St. Margrethen kehrt die Route an den Rhein zurück und durchquert bei Rohrspitz das Naturschutzgebiet Rheindelta. Dann folgt sie dem Alten Rhein über Altenrhein und Staad nach Rorschach am Bodensee.
Die Seen-Route führt in fast jedem Etappenort an Schlössern, Klöstern, Museen und Naturschutzgebieten vorbei. Hier eine Auswahl der Sehenswürdigkeiten aus den offiziellen Etappenbeschreibungen.
Jede offizielle Etappe endet in einem Ort mit Unterkunftsangebot. Schweiz Tourismus listet Hotels, Bed and Breakfasts, Ferienwohnungen und Gruppenunterkünfte für Etappenorte wie Montreux, Gstaad, Spiez, Meiringen-Hasliberg und Sarnen. Hostels und Campingplätze gibt es in mehreren davon, aber nicht in jedem Ort.
Montreux liegt an der Bahnlinie entlang des Genfer Sees und ist von Genf oder Zürich über Lausanne erreichbar. Die Route beginnt im Ort, du kannst also direkt vom Bahnhof losfahren.
Rorschach am Bodensee hat einen eigenen Bahnhof. Auch alle offiziellen Etappenorte (Bulle, Gstaad, Spiez, Meiringen, Sarnen, Zug, Einsiedeln, Ziegelbrücke, Buchs) liegen am Bahnnetz. Du kannst an jedem Etappenende ein- oder aussteigen und steile Abschnitte umfahren, indem du dein Rad in den Zug mitnimmst.
Die Anstiege sind nur ein Teil der Herausforderung. An einigen Stellen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, und eine davon ist sicherheitskritisch.
Viadukt von Willerzell (Sihlsee): Die Brücke ist schmal, Autos fahren schnell, und es gibt keine Ausweichstellen. Überquere sie ohne anzuhalten und genieße den Blick auf den Sihlsee erst danach.
Walensee: Die Radtunnel am Ufer sind nass, von der Decke tropft Wasser. Außerhalb der Tunnel erreicht eine Rampe 25 % Steigung. Hier können kleine Steine auf die Strecke fallen, deshalb wird ein Helm empfohlen.
Etzelpass: Der alte Pilgerübergang hat Steigungen von bis zu 20 %.
Vevey und Jongny: Auf der ersten Etappe warnt der Freiburger Tourismusverband vor gefährlichen Kreuzungen am Kreisel beim Bahnhof Vevey und in Jongny (Monts-de-Corsier).
Rheindelta: Der Weg durch das Delta bei Rohrspitz ist an sonnigen Wochenenden stark von Besuchern frequentiert.
Die offiziellen Quellen stufen den Verkehr nicht für die gesamte Seen-Route ein, daher gibt es keine Grundlage für ein Gesamturteil zur Familientauglichkeit. Die Etappenbeschreibungen halten aber fest, dass der Weg am Brienzersee zwischen Bönigen und Brienz sehr wenig Autoverkehr hat und dass der letzte Abschnitt nach Meiringen flach ist. Anderswo gehören die Anstiege am Brünig und am Etzel, steile Rampen am Walensee und der schmale Viadukt von Willerzell mit schnellem Autoverkehr zur Route.
Die offiziellen Etappen sind ein Ausgangspunkt, keine Vorgabe. Sarnen–Zug und Buchs–Rorschach sind die beiden Etappen, die SchweizMobil als schwer einstuft, und beide enden in Orten mit guter Bahnanbindung. Wenn du kürzere Tage möchtest, kannst du sie in Luzern oder Altstätten teilen und eine zusätzliche Nacht einplanen. Öffne die Seen-Route im VeloPlanner-Planer, um deine eigenen Tagesziele festzulegen und zu sehen, wo die Pässe in deinem Plan liegen.
Prüfe die Umleitungshinweise von SchweizMobil kurz vor der Abfahrt. Und plane mindestens einen ruhigen Tag ein, ob an den Giessbachfällen, in Luzern oder zur Rosenzeit in Rapperswil.
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