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Die Alpe-Adria-Radroute führt dich von Mozarts Geburtsstadt Salzburg bis in den Adriaort Grado und verbindet dabei die kulturellen Höhepunkte Österreichs mit der sonnigen Küste Italiens. Was früher eine anspruchsvolle Alpenüberquerung war, ist heute dank der geschickten Nutzung alter Bahntrassen und Tunnel ein zugängliches Abenteuer für Radfahrer unterschiedlicher Könnensstufen. Die preisgekrönte Route belohnt dich mit atemberaubenden Ausblicken, technischen Meisterwerken und einer faszinierenden Reise durch drei Kulturregionen.
Die Route ist durchgehend gut markiert, sodass du dich unterwegs kaum verfahren kannst. Für die Tunnelabschnitte empfiehlt sich trotzdem das Herunterladen von Offline-Karten, da du dort nicht immer Empfang hast. Vergiss außerdem deine Beleuchtung nicht: Die zahlreichen Tunnel entlang der alten Bahntrassen machen sie unverzichtbar.
Die klassische Fahrtrichtung verläuft von Salzburg nach Grado. So nutzt du das sanfte Gefälle der ehemaligen Bahnlinien und rollst von den Alpen hinunter ans Meer. Beachte, dass sich die Wetterbedingungen durch die unterschiedlichen Höhenlagen zwischen den Etappen deutlich unterscheiden können.
Die Route lässt sich gut in acht Tagesetappen aufteilen. Die Verteilung der Städte und Dörfer erlaubt dir aber auch flexible Tagesdistanzen, die zu deinem Fahrstil passen.
Tag 1: Salzburg nach Bad Gastein
Deine Reise beginnt in Salzburg und folgt dem sanften Lauf der Salzach durch die malerische österreichische Landschaft. Unterwegs passierst du die eindrucksvolle Burg Werfen, bevor du den eleganten Kurort Bad Gastein erreichst, wo Thermalquellen zur Erkundung einladen.
Tag 2: Bad Gastein nach Mallnitz
Heute erwartet dich eines der einzigartigsten Erlebnisse der Route: eine elfminütige Zugfahrt durch den Tauerntunnel. Dieses technische Meisterwerk umgeht einen anspruchsvollen Gebirgspass und macht die Alpenüberquerung für alle Könnensstufen zugänglich. Die dramatische Kulisse des Nationalparks Hohe Tauern begleitet dich den ganzen Tag.
Tag 3: Mallnitz nach Villach
Auf der Abfahrt durch die Kärntner Täler folgst du der Möll und der Drau. Die Route schlängelt sich durch mittelalterliche Städte, und das sanfte Gefälle der ehemaligen Bahnlinien macht diese Etappe besonders angenehm.
Tag 4: Villach nach Tarvis
Du überquerst die österreichisch-italienische Grenze und radelst durch die faszinierende Dreiländerregion, in der österreichische, italienische und slowenische Kultur aufeinandertreffen. Mit dem Faaker See und dem Ossiacher See liegen gleich mehrere schöne Seen am Weg, die sich für einen Abstecher lohnen.
Tag 5: Tarvis nach Venzone
Dieser größtenteils abschüssige Abschnitt folgt einer umgebauten Bahntrasse nach Italien und führt durch mehrere Tunnel der Julischen Alpen, einige der eindrucksvollsten Bauwerke der gesamten Route. Die umliegenden Täler bieten spektakuläre Ausblicke und einen ersten Eindruck der italienischen Bergkultur.
Tag 6: Venzone nach Udine
Beim Eintritt in die friaulische Ebene wandelt sich die Landschaft spürbar von alpin zu mediterran. Die historische Stadt Venzone bildet den Auftakt, die venezianische Architektur von Udine den beeindruckenden Abschluss. Das Gelände wird deutlich flacher.
Tag 7: Udine nach Aquileia
Die Fahrt durch das italienische Weinland zeigt dir ein völlig anderes Gesicht der Route. Auf flachem Terrain bleibt viel Zeit für die Weinberge und historischen Kirchen am Wegesrand. In Aquileia erwarten dich bemerkenswerte römische Ruinen und UNESCO-Weltkulturerbestätten.
Tag 8: Aquileia nach Grado
Die letzte Etappe bringt dich an die Adria, wo Küstenlandschaften und Lagunenblicke die Berge der vergangenen Tage ablösen. Grado empfängt dich mit schönen Stränden, dem historischen Hafen und mediterraner Atmosphäre.
Von alpinen Naturwundern bis zu römischen Ruinen: Die Alpe-Adria-Radroute verbindet auf einer Reise Sehenswürdigkeiten aus drei Kulturregionen.
Einer der besonderen Reize der Route ist ihre kulinarische Entwicklung durch drei Regionen. Jede bringt ihre eigenen Traditionen und Spezialitäten auf den Teller.
Entlang der Route findest du regelmäßig Übernachtungsmöglichkeiten, und die Verteilung der Orte erlaubt flexible Etappenlängen. In der Hauptsaison im Juli und August solltest du im Voraus buchen.
Anreise: Die Route beginnt in Salzburg und verläuft größtenteils parallel zu Bahnlinien. Das gibt dir viel Flexibilität bei der Planung und ermöglicht es, unterwegs Pläne anzupassen.
Rückreise: Von Grado stehen dir verschiedene Transportmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders praktisch ist der Micotra-Zug zwischen Udine und Villach, der über spezielle Fahrradwagen verfügt.
Die Route stellt eine moderate Herausforderung dar, doch die kluge Streckenführung entschärft die anspruchsvollsten Passagen. Die Zugfahrt durch den Tauerntunnel umgeht den schwierigsten Gebirgspass, und die umgebauten Bahnabschnitte bieten sicheres, verkehrsfreies Radfahren. Notfalldienste sind entlang der gesamten Strecke erreichbar, und durch die Nähe zu Städten und Dörfern ist Hilfe nie weit entfernt.
Die Alpe-Adria-Radroute vereint alpine Majestät mit mediterranem Charme und zählt damit zu den vielfältigsten Radfahrerlebnissen Europas. Plane genügend Zeit für Abstecher ein, etwa zu den Kärntner Seen oder den römischen Ausgrabungen in Aquileia, und nutze die parallel verlaufenden Bahnlinien, wenn du eine Etappe abkürzen möchtest.
Ob dich die kulturellen Stätten, die Naturschönheiten oder das Vergnügen einer Alpenüberquerung mit dem Rad reizen: Diese Reise von Salzburg bis an die Adria bleibt unvergesslich.
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