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Westpommern bietet Radfahrern ein vielfältiges Routennetz entlang der Ostseeküste, durch Wälder, an Seen vorbei und durch kleine Städte. Die Radwege in dieser Region sind weitgehend frei von nennenswerten Höhenunterschieden, was sie für ein breites Spektrum an Fahrern zugänglich macht. Besonders lohnenswert sind die Abschnitte entlang der Ostsee, das Gebiet rund um das Stettiner Haff sowie der Drawsker Landschaftspark.
Die Radrouten quer durch Westpommern sind so angelegt, dass sie miteinander verbunden sind, sodass du eine Tour planen kannst, die deinem eigenen Tempo und deinen Vorlieben entspricht. Das Netz wächst kontinuierlich, jedes Jahr werden neue Abschnitte eigener Radwege eröffnet.
Entlang der Routen findest du das Programm Cyclist-Friendly Places (MPR), ein regionales Zertifizierungsschema für Unterkünfte, Restaurants und Servicestellen, die auf Radfahrer ausgerichtet sind. Zertifizierte MPR-Betriebe bieten sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, Reparatureinrichtungen und grundlegendes Wartungsmaterial. Selbstbedienungs-Reparaturstationen mit Werkzeug und Luftpumpen stehen ebenfalls in regelmäßigen Abständen entlang der Routen zur Verfügung.
Die Vorzeigroute der Region ist Velo Baltica, doch jeder Radweg hat seinen eigenen Charakter und führt durch einen anderen Teil der Westpommerschen Woiwodschaft.
Velo Baltica ist der westpommersche Abschnitt zweier internationaler Radrouten: EuroVelo 10 (der Ostseeküsten-Radweg, gekennzeichnet als R10) und EuroVelo 13 (der Eiserne-Vorhang-Radweg). Diese doppelte Identität verleiht der Route einen unverwechselbaren Charakter: Sie folgt nicht nur der Ostseeküste, sondern zeichnet auch die historischen Ereignisse des Kalten Krieges nach und führt durch Gebiete, die einst die Grenze zwischen Ost und West markierten.
Die Route schlängelt sich durch Naturschutzgebiete, Wälder und entlang von Seen, stets in Küstennähe. Im Sommer kannst du jederzeit einen Badestopp an einem der Strände einlegen, darunter Wildstrände, die fast ausschließlich Radfahrern zugänglich sind. Velo Baltica eignet sich gleichermaßen als Tagesausflug mit der Familie oder als mehrtägiges Radreise-Abenteuer. Die Route ist hinsichtlich Oberflächenqualität, Beschilderung sowie Unterkunfts- und Verpflegungsangebot gut ausgestattet. Sie ist zudem die beste Route der Region für Radtouristik-Einsteiger: unkompliziert, sicher und bestens geeignet für Familien mit Kindern.
Der beste Ausgangspunkt ist Świnoujście. Zu den Highlights entlang des Weges zählen:
Selbstbedienungs-Reparaturstationen befinden sich entlang der gesamten Route, und viele Haltepunkte tragen die MPR-Zertifizierung. Der Abschnitt zwischen Kołobrzeg und Mielno verzeichnet im Sommer starkes Touristenaufkommen. Jenseits von Mielno entfernt sich die Route von der Küste und wird spürbar ruhiger.
Der Radweg beginnt offiziell in Kołobrzeg und endet in Skrzatusz nahe Piła in der Region Großpolen. Er folgt dem Verlauf einer ehemaligen Schmalspurbahn. Der vollständig fertiggestellte und gut beschilderte Abschnitt verläuft derzeit von Białogard bis Złocieniec, während ein komfortabler Radweg Kołobrzeg mit Karlino verbindet. Plane Stopps an den zahlreichen Schlössern, Kirchen und alten Bahnhöfen entlang der Strecke ein.
Teile des Weges folgen dem ehemaligen Bahndamm, an dem noch Überreste der ursprünglichen Bahnhöfe erhalten sind, während andere Abschnitte öffentliche Straßen mit leichtem bis mäßigem Verkehr nutzen. Der Ausbau ist noch nicht vollständig abgeschlossen, neue Abschnitte eigener Radwege werden schrittweise ergänzt. Dank seiner Bahnursprünge weist der Weg durchgehend sanfte, gleichmäßige Steigungen auf, was ihn zu einer guten Option für Familienausflüge macht.
Eines der größten Highlights des Weges ist der Drawsker Landschaftspark, der sich durch Gletscherseen, Torfmoore und Wälder deutlich von den flachen Landschaften der übrigen Region abhebt. Der größte Teil des Untergrunds ist Asphalt oder Schotter. Der anspruchsvollste Abschnitt sind die letzten Kilometer, wo unbefestigte Feldwege dominieren. Eine alternative Variante führt von Mielno über Koszalin nach Białogard. Bei Złocieniec verbindet sich die Alte Eisenbahntrasse mit der Westlichen Seenlandschaftsroute.
Der Stettiner Haff Rundweg (Szczecin Lagoon Cycling Route) ist ein polnisch-deutscher Radweg, der das Stettiner Haff als Rundroute umschließt. Der offizielle Ausgangspunkt ist Stettin, doch da es sich um eine Rundroute handelt, kannst du die Route an beliebiger Stelle beginnen.
Der östliche Abschnitt überschneidet sich mit der Blue-Velo-Route, und viele Streckenabschnitte bieten direkte Blicke auf den Dąbie-See und das Stettiner Haff. Ein erheblicher Teil des östlichen Abschnitts verläuft auf deutscher Seite, unter anderem über die Insel Usedom. Der westliche Abschnitt folgt teilweise dem Fernradweg Oder-Neiße, der entlang der polnisch-deutschen Grenze verläuft. Im Norden verbindet sich die Route mit Velo Baltica.
Die Route wechselt zwischen Abschnitten entlang der Haffufer und Strecken durch Agrarland und Wald, insbesondere im Wolin-Nationalpark mit seinen Buchenwäldern. Empfehlenswerte Stopps sind auf polnischer Seite Stettin, Międzyzdroje, Świnoujście und Wolin sowie Anklam und Ueckermünde auf der deutschen Seite. Der Untergrund besteht aus einer Mischung aus Schotterwegen, eigenen Radwegen und ruhigen öffentlichen Straßen.
Die Westliche Seenlandschaftsroute beginnt an der Brücke in Siekierki an der polnisch-deutschen Grenze. Diese umgewidmete alte Eisenbahnbrücke dient als Aussichtspunkt über die Oder und die Kostrzyn-Auen. Der Weg führt durch Trzcińsko-Zdrój, Choszczno, Drawsko Pomorskie, Borne Sulimowo und Szczecinek, bevor er nahe Miastko endet.
Die Route befindet sich noch im Ausbau, daher variieren Oberflächenqualität und Beschilderung je nach Abschnitt. Der am besten ausgebaute Streckenabschnitt ist der Teil von Siekierki bis Ińsko, der den südlichen Teil der Route bildet. Die übrigen Abschnitte sind aufgrund rauerer Bodenverhältnisse eher für erfahrenere Radfahrer geeignet.
Der Weg führt durch fünf Landschaftsparks. Eigene Asphaltradwege auf ehemaligen Bahnkorridoren verbinden die Seengebiete rund um Myślibórz, Choszczno, Ińsko, Drawsko und Szczecinek. Im frühen Herbst ist mitunter das Röhren brunftiger Hirsche zu hören. Die zahlreichen Feuchtgebiete entlang der Strecke beherbergen eine große Vielfalt an Vogelarten. Die Route führt vor allem durch unberührte Natur und ruhige Dörfer abseits des Verkehrs. Wer Ruhe sucht und die Natur beim Fahren erleben möchte, ist hier richtig. Sie verbindet sich mit dem Oder-Neiße-Radweg, der Alten Eisenbahntrasse und dem Greenways-Necklace-of-the-North-Weg.
Im Rahmen eines bis 2027 laufenden Interreg-geförderten Projekts wird eine neue grenzüberschreitende Radroute entwickelt, die Berlin mit Stettin und Kołobrzeg verbindet. Ziel ist es, ein gemeinsames polnisch-deutsches Tourismusprodukt für Radfahrer aus beiden Ländern sowie internationale Besucher zu schaffen, die Westpommern entdecken möchten. Die Route ergänzt das bestehende Streckennetz und dient als natürliche Verbindung zwischen Velo Baltica und dem kontinentalen Hinterland.
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