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Kampinoski-Radweg

Distanz
134.8 km
Anstieg
328m
Abwärts
330m

Der Kampinoski-Radweg ist eine grüne Rundstrecke, die den Kampinoski-Nationalpark umgibt und in Wólka Węglowa nordwestlich von Warschau beginnt. Die Route führt durch Ortschaften wie Izabelin, Zaborów, Leszno, Żelazowa Wola, Tułowice, Palmiry und Łomianki entlang der Grenzen des Nationalparks. Der Kern des Kampinos-Urwalds selbst bleibt aufgrund von Sümpfen und Sanddünen weitgehend unzugänglich, weshalb der Radweg hauptsächlich am Rand dieses einzigartigen Ökosystems verläuft.

Die Route richtet sich an Radfahrer, die Ruhe und Naturerlebnisse in geringer Entfernung zur Hauptstadt suchen. Die Gebiete sind stellenweise praktisch wild, still und erfüllt von Vogelgesang. Spektakuläre Ausblicke sollte man jedoch nicht erwarten, sondern eher eine angenehme Flucht in die Waldeinsamkeit mit der Möglichkeit, historische Orte und lokale Sehenswürdigkeiten unterwegs zu entdecken.

Wesentliche Routeninformationen

  • Schwierigkeitsgrad: leicht bis moderat, die Strecke ist flach ohne nennenswerte Anstiege oder Abfahrten
  • Höhenprofil: flach mit geringen Geländeunebenheiten
  • Oberfläche: abwechslungsreich, überwiegend asphaltierte Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen sowie Wald- und Feldwege. Je nach Wetterlage können Abschnitte mit Schlamm oder losem Sand auftreten
  • Streckentyp: Rundkurs auf öffentlichen Straßen mit wenig Verkehr und Waldwegen, gemeinsam mit Fußgängern genutzt
  • Empfohlene Richtung: beliebig, da es sich um eine Rundstrecke handelt
  • Empfohlenes Fahrrad: Trekking-, Cross-, Gravel- oder Mountainbike mit etwas breiteren Reifen. Ein Rennrad eignet sich nur für die asphaltierten Abschnitte

Beschilderung und Navigation

Der Radweg ist grün markiert, jedoch lässt die Beschilderung vor Ort zu wünschen übrig. Ohne GPS-Track ist es praktisch unmöglich, die Strecke zu befahren, ohne sich zu verirren. Die Nutzung einer Navigations-App mit GPS-Track wird dringend empfohlen. Im Parkgebiet gibt es auch gelb markierte Verbindungswege, deren Beschilderung auf ähnlich unzureichendem Niveau ist.

Beste Jahreszeit

Der Fahrkomfort hängt stark von den Wetterbedingungen ab. Die besten Bedingungen herrschen bei trockenem Wetter im Frühling, Sommer und Frühherbst. Nach Regenfällen können sich einige Abschnitte in schlammige Pfade verwandeln oder voller Pfützen sein, während bei Trockenheit Radfahrer mit losem Sand auf den Waldabschnitten kämpfen müssen.

Sehenswürdigkeiten entlang der Route

Obwohl die Strecke keine spektakulären Panoramen bietet, gibt es unterwegs einige interessante Orte, die einen Besuch wert sind.

  • Żelazowa Wola: das Herrenhaus, in dem Fryderyk Chopin geboren wurde
  • Palmiry: Museum und Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs
  • Schauplätze der Schlacht an der Bzura: Gebiete im Zusammenhang mit dem Septemberfeldzug 1939
  • Kriegsfriedhöfe: entlang der Strecke verteilt
  • Historische Kirchen und Paläste: in den durchquerten Ortschaften
  • Erholungslichtungen: Pociecha, Opaleń, Lipków und Roztoka, einige mit Spielplätzen für Kinder
  • Bildungszentrum des KPN in Izabelin: Informationspunkt des Nationalparks

Übernachtungsmöglichkeiten

Im Kampinoski-Nationalpark ist das Zelten verboten. Unterkünfte sollten in den umliegenden Ortschaften gesucht werden, wo Agrartourismus-Betriebe und andere Einrichtungen verfügbar sind. Erwähnenswert ist der PTTK-Zeltplatz in Tułowice als Option für Radfahrer, die das Biwakieren bevorzugen.

Anreise und Transport

Mit dem Fahrrad aus Warschau

Am bequemsten erreicht man den Kampinoski-Nationalpark über die Radwege Zielona 7 oder den Obwodowy-Radweg. Zielona 7 führt von Praga und erreicht den KPN in der Nähe von Łomianki. Bewohner von Ochota oder Wola können den Obwodowy-Radweg nutzen und dann auf Zielona 7 wechseln. Wer am Warschauer Hauptbahnhof ankommt, kann zusätzlich den Podskarpowa-Radweg nutzen.

Mit dem Bus aus Warschau

  • Zum Bildungszentrum in Izabelin: Linie 210 von der Metro-Endstation Młociny (ca. 20 Min.)
  • Zum Museum Palmiry und zur Lichtung Pociecha: Linie 800 von Metro Młociny (Mai-Oktober)
  • Zur Lichtung Opaleń: Linie 110 von Metro Marymont bis ul. Rękopis (ca. 20 Min.)

Die Fahrradmitnahme in den Bussen der ZTM Warschau ist kostenlos, allerdings muss der Fahrradstellplatz bei Bedarf für Kinderwagen oder Rollstühle freigegeben werden.

Mit dem Zug

Je nach geplantem Startpunkt kann man mit dem Zug nach Sochaczew, Błonie, Ożarów Mazowiecki, Warschau oder Nowy Dwór Mazowiecki fahren.

Mit dem Auto

Kostenlose Parkplätze befinden sich im gesamten Parkgebiet, unter anderem in Wólka Węglowa an der ul. Rękopis, in Lipków, Izabelin, Dziekanów Leśny, Granica sowie in der Nähe der Erholungslichtungen.

Praktische Hinweise

Der Radweg ist keine ausschließlich für Radfahrer bestimmte Strecke. Er wird gemeinsam mit Wanderwegen genutzt, was gegenseitigen Respekt und Vorsicht erfordert. Dies ist das Ergebnis eines Kompromisses zwischen der Öffnung des Geländes für Radfahrer und dem Schutz der Natur sowie der Ruhe der im Park lebenden Tiere.

  • Versorgung: Lebensmittelgeschäfte befinden sich in den durchquerten Ortschaften, wenn auch nicht direkt an der Strecke. Es wird empfohlen, eigenen Proviant mitzunehmen
  • Infrastruktur: keine speziellen Radfahrer-Servicestationen vorhanden, es gibt einfache Schutzhütten mit Mülleimern sowie Erholungslichtungen zum Ausruhen
  • Oberfläche nach Regen: einige Abschnitte können schwer zu befahren sein, sogenannte Waschbrettpiste auf von Fahrzeugen befahrenen Strecken
  • Sicherheit: die Route ist sicher für Familien mit Kindern, obwohl ein Teil über öffentliche Straßen führt

Abschließende Tipps

Der Kampinoski-Radweg ist ideal für einen Tages- oder Wochenendausflug für Bewohner von Warschau und Umgebung. Dank der Verbindungswege kann die Route flexibel geplant und je nach eigenen Möglichkeiten verkürzt oder verlängert werden. Es lohnt sich, an GPS-Navigation, Proviant und ein geeignetes Fahrrad für die abwechslungsreiche Oberfläche zu denken.

Der Radweg verbindet sich mit anderen beliebten Routen: In der Nähe von Zaborów überschneidet er sich teilweise mit der Warschauer Touristischen Umgehung (der sogenannten „Blutigen Schleife"), und in der Nähe von Łomianki verbindet er sich mit Zielona 7, die von Warschau nach Danzig führt. Er ist somit ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für weitere Radtouren in der Region.

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