Keine Internetverbindung verfügbar
Verbindung wird wiederhergestellt
Etwas ist schiefgelaufen!
Bitte habe einen Moment Geduld
Der EuroVelo 10, der Ostseeküsten-Radweg, führt einmal komplett um die Ostsee: rund 9.100 km durch neun Länder — vorbei an Sandstränden und mittelalterlichen Hafenstädten, durch Kiefernwälder und stille Fischerdörfer. Die meisten fahren einen Abschnitt: eine Woche polnische Küste, die dänischen Inseln, den Finnischen Meerbusen. Wer die ganze Runde fährt, erlebt eine der großen Langstrecken Europas. Dieser Guide konzentriert sich auf das, was bei der Planung wirklich zählt: Streckenzustand nach Ländern, die aktuelle Lage rund um die russischen Abschnitte, Bahn und Fähre mit Rad, Unterkünfte und die Verkehrsregeln, die man kennen sollte.
Offiziell verläuft der EuroVelo 10 zweimal durch Russland: am Finnischen Meerbusen und durch die Exklave Kaliningrad. Wegen der Grenz- und Reisebeschränkungen ist eine Durchfahrt durch Russland aktuell nicht möglich — auch der Europäische Radfahrerverband rät von der Einreise ab. So planst du drumherum:
Prüfe vor der Abreise die aktuelle Grenzlage — Stand 2026 gilt aber: Plane die Runde als reine EU-Tour.
Der deutsche Abschnitt bietet gut ausgeschilderte, hochwertige Radwege, besonders in Mecklenburg-Vorpommern entlang der Ostseeküste. Die Wege sind asphaltiert, die Beschilderung ist eindeutig, die Infrastruktur dicht.
Die Beschilderung ist in Polen unterschiedlich gut. Im Westen bei Świnoujście sind die Markierungen ordentlich, und die Infrastruktur wächst dank regionaler Investitionen in Küstenradwege schnell. In den mittleren und östlichen Abschnitten gibt es noch Lücken — hier hilft GPS-Navigation. Rechne stellenweise mit Waldwegen und Landstraßen: landschaftlich schön, aber langsamer als auf der deutschen Seite.
Die Beschilderung wird Richtung Norden besser. Litauen hat markierte Abschnitte, vor allem an der Küste zwischen Būtingė, Klaipėda und Nida, wo der EuroVelo 10 mit der nationalen Route 10 und dem EuroVelo 13 zusammenläuft. Lettlands Küstenwege sind landschaftlich reizvoll, aber stelle dich streckenweise auf Sand- und Schotterpisten ein. Estland punktet mit ausgezeichneter Beschilderung, besonders rund um Tallinn, und einem gut ausgebauten Radwegenetz.
Schwedens Radwege bei Malmö und Stockholm sind gut ausgebaut, in manchen Abschnitten im Landesinneren und im Norden bist du dagegen navigatorisch auf dich gestellt. Finnlands Küste bietet gute Radinfrastruktur, vor allem rund um Helsinki und im Schärengebiet von Turku. Am Bottnischen Meerbusen werden die Abstände zwischen den Versorgungspunkten groß — Proviant entsprechend planen.
Dänemark hat eine der besten Radinfrastrukturen der Welt. Die Route ist durchgehend ausgeschildert, top gepflegt und führt in den meisten Städten über eigene Radspuren.
Der EuroVelo 10 bietet eine enorme Vielfalt an Landschaften, Geschichte und Kultur, während er einmal um die Ostsee führt. Von rauen nordischen Küsten bis zu mittelalterlichen Altstädten — jeder Abschnitt hat seine eigenen Höhepunkte. Das solltest du unterwegs nicht verpassen:
Der Bottnische Meerbusen bildet den nördlichsten Teil der Ostsee, zwischen Schweden und Finnland. Dieser Abschnitt vereint abgelegene Wildnis, historische Küstenstädte und UNESCO-Welterbestätten.
Am Finnischen Meerbusen verbindet die Route zwei Hauptstädte — Helsinki und Tallinn, getrennt nur durch eine kurze, fahrradfreundliche Fährüberfahrt. (Die ursprüngliche Weiterführung über St. Petersburg ist derzeit nicht zugänglich.)
Dieser Abschnitt folgt der Westküste Lettlands und Litauens — lange Sandstrände, charmante Städtchen und die einzigartigen Landschaften Kurlands und des Kurischen Haffs.
Dieser Abschnitt durchquert einige der außergewöhnlichsten Naturlandschaften Europas — allen voran die Wanderdünen der Kurischen Nehrung — und folgt dann Polens geschichtsträchtiger Küste.
Dieser Abschnitt führt durch die beliebtesten Küstenregionen Polens und Deutschlands — mit Dünen, hübschen Altstädten und traditionsreichen Badeorten.
Dieser Abschnitt führt durch die inselreichen Gewässer zwischen Dänemark, Schweden und Deutschland — Wikingergeschichte, königliche Schlösser und schöne Küstenstraßen inklusive.
Jedes Land entlang der Route hat eigene Regeln für die Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr — wer sie kennt, spart Geld und Nerven, gerade bei einfachen Streckenfahrten. Hier der Überblick, Land für Land.
Deutschland hat ein dichtes und fahrradfreundliches Bahnnetz.
Dänemarks Radkultur zeigt sich auch im öffentlichen Verkehr.
In Schweden hängt die Fahrradmitnahme vom Betreiber ab.
Finnlands öffentlicher Verkehr wird zunehmend fahrradfreundlich.
Die baltischen Staaten bauen ihre Radinfrastruktur stetig aus, und die Regeln im öffentlichen Verkehr entwickeln sich mit.
Polen hat bei der Verbindung von Rad und Bahn deutlich aufgeholt.
Auf manchen Abschnitten warten grobe Schotterpisten, vor allem in Lettland und Teilen Polens — mit einem Touren- oder Gravelbike mit breiteren Reifen werden sie angenehm statt anstrengend. Fährüberfahrten wollen geplant sein: Sie sind der Standardweg zwischen Finnland und Estland sowie zwischen Schweden und Dänemark, Preise und Radkapazität variieren je nach Reederei. In ländlichen Gegenden — besonders in Nordschweden, Finnland und Teilen des Baltikums — liegen Versorgung und Unterkünfte weit auseinander: vorab buchen oder Proviant und Wasser mitnehmen. Und schließlich das Ostseewetter: Es schlägt schnell um. Zwiebellook und gute Regenkleidung gehören ins Gepäck, auch im Juli.
Licht und Reflektoren: Front- und Rücklicht sind bei Dunkelheit in allen Ländern der Route Pflicht.
Helmpflicht: In mehreren Ländern gilt eine Helmpflicht für Kinder (z. B. Schweden unter 15, Estland unter 16). In Finnland empfiehlt das Gesetz einen Helm für alle, ohne Strafe bei Verstoß. Regeln ändern sich — prüfe vor der Reise die aktuellen Vorschriften der Länder auf deiner Route.
Radfahren auf Gehwegen: In der Regel nicht erlaubt, mit Ausnahmen für Kinder oder wenn keine Radinfrastruktur vorhanden ist — die Regeln unterscheiden sich lokal.
Alkohol: Radfahren unter Alkoholeinfluss wird in mehreren Ländern der Route geahndet, darunter Deutschland, Polen und Schweden. Polens Regeln gehören zu den strengsten.
Fahrregeln: Rechts fahren und vorhandene Radwege nutzen — in einigen Ländern (darunter Deutschland und Polen) ist die Benutzung ausgeschilderter Radwege verpflichtend, wo es sie gibt.
Wir verwenden Cookies, um die Grundfunktionalität unserer Website sicherzustellen (erforderlich) und dein Erlebnis zu verbessern (optional, für Analysezwecke). Mehr erfahren
Plane, zeichne auf und navigiere unterwegs
Alle Radrouten und Sehenswürdigkeiten immer dabei — mit der kostenlosen VeloPlanner App.